BDIH - natürlich ist nicht gleich Naturkosmetik

Dass nicht überall Naturkosmetik drin ist, wo „natürlich", „ökologisch" oder „bio" drauf steht – diese ungute Vermutung hegen viele Verbraucher. In der Tat tummeln sich in den Kosmetikregalen etliche Produkte bei denen man nach genauer Analyse eine Mogelpackung enttarnt. Das liegt daran, dass der Begriff „Naturkosmetik" bisher nicht gesetzlich geschützt ist.

Durchgesetzt hat sich eine Ampelsystematik nach der Naturkosmetikexpertin Elfriede Dambacher. Dabei steht rot für die konventionelle, gelb für die naturnahe und grün für die reine Naturkosmetik. Bei der naturnahen Kosmetik handelt es sich um Produkte auf pflanzlicher Basis, die mit herkömmlichen chemischen Rohstoffen wie Paraffinen oder Parfümen kombiniert werden. Die „pure" Naturkosmetik hingegen nutzt ausschließlich Pflege- und Wirkstoffe aus der Natur. Meist stammen diese aus dem Pflanzenreich, teilweise sind sie auch mineralischer oder tierischer Herkunft.

BDIH-Gütesiegel für geprüfte Qualität

Der Markt bietet eine Vielzahl von Gütesiegeln. Nachdem wir bei unserer Kindermarke Lüttes Welt sehr gute Erfahrungen mit dem seit über zehn Jahren etablierten BDIH-Gütesiegel gemacht haben, haben wir sensena vom BDIH zertifizieren lassen.

Der Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel e.V. (kurz BDIH) hat sein Siegel für kontrollierte Naturkosmetik 2001 eingeführt. Die seitdem knapp 6.000 zertifizierten Produkte bieten Verbrauchern eine gute Orientierung im dynamisch wachsenden Naturkosmetikmarkt.

Grün hat Vorfahrt!

Neben dem Verbot von Tierversuchen schreibt der BDIH-Standard vor, dass die verwendeten Rohstoffe soweit wie möglich aus kontrolliert biologischem Anbau (KBA) oder aus kontrollierter Wildsammlung stammen müssen. Bei tierischen Rohstoffen dürfen zwar Substanzen verwendet werden, die Tiere selber produzieren wie etwa Milch oder Honig. Rohstoffe aus toten Tieren wie Collagen oder Frischzellen sind jedoch verboten. Bis auf die Handpeelings, die mit Molke, Bienenwachs und Honig arbeiten, sind alle sensena Produkte vegan, also frei von tierischen Bestandteilen, nach Verwendung problemlos abbaubar und sehr gut hautverträglich. Bei sensena beziehen wir unsere KBA-Ware von deutschen Händlern, die darauf spezialisiert und BDIH-geprüft sind.

Tabu sind auch organisch-synthetische Farbstoffe, künstliche Duftstoffe, Silikone, Paraffine und andere Erdölprodukte. Bei den Riechstoffen gestattet das BDIH-Siegel nur solche natürlichen Ursprungs und solche, die biotechnologisch erzeugt werden. Als Konservierungsmittel sind nur naturidentische Stoffe zugelassen wie beispielsweise Benzylalkohol.

Rohstoffe schonend verarbeiten

Ein wichtiger Grundsatz bei der Herstellung von Naturkosmetika ist, entlang der gesamten Produktionskette so schonend wie möglich zu arbeiten. Das fängt bei der ursprünglichen Pflanze an und hört erst auf, wenn das Produkt seinen Lebenszyklus beendet.

Schonende Verarbeitung heißt, dass der natürliche Rohstoff nicht in seine Einzelteile zerlegt und dann wieder neu zusammengesetzt wird, sondern dass die originäre Struktur möglichst als Ganzes erhalten bleibt und dadurch die ganze Kraft der Natur entfalten kann. Bei der Produktion selber müssen laut BDIH-Statuten Abfall vermieden, Energie effizient eingesetzt und damit der Klimaschutz aktiv unterstützt werden. Nachdem die Produkte ihren Zweck erfüllt haben, müssen sie gut abbaubar sein, dürfen also nicht die Umwelt belasten.

Eine wichtige Rolle spielt auch die Verpackung, die „sparsam und umweltverträglich" sein muss. Bei sensena bestehen die Faltschachteln der Aromabadekissen oder der neuen Schaumbadekristalle zu 95 Prozent aus Altpapier und sind damit sehr gut recycelbar. Um Material einzusparen, werden die Böden der Sammeltrays bei der Konfektionierung direkt als Verpackungselement genutzt. Bei den Tiegeln oder Flaschen der Körper-, Hand- und Fußpeelings kommt Polyester zum Einsatz. Granuliert und aufgeschmolzen kann er bis zu drei Mal wiederverwendet werden. Auf Aluminierung-Kaschierung, deren Herstellung extrem energieaufwändig ist, wird bei sensena komplett verzichtet.