Maus-Tag

Türen auf für über 300 Maus-Fans!

„Die Sendung mit der Maus" wird 40!

Eine Reportage vom großen Maus-Türöffnertag bei LÜTTES WELT in Mannheim, von Stefanie Badung

9 Uhr am großen Maus-Türöffnertag, die Sonne scheint, auf dem Vor-platz der ideapro gmbh im Mannheimer Hafen ist schon einiges los. Organisationschefin Nicole Baumgärtner wirbelt durch den Spiel- und Bastel-parcours. Letzter Check mit ihrem rund zehnköpfigen Helferteam: Alles paletti – die über 300 Gäste können kommen!

Schon Wochen vorher hat Nicole mit dem Schwimmverein Mannheim e.V., der Maria-Hilf-Gemeinde und anderen Partnern gesprochen, um das große Maus-Fest auf die Beine zu stellen. Von der Idee war sie genauso wie ihr Mann Markus und dessen Geschäftsführer-Kollegen, Florian Zeilfelder, von Anfang an begeistert. „Die Herausforderung war es, eine gute Mischung aus Lach- und Sachgeschichten hinzukriegen", erzählt die gebürtige Mannheimerin.

Dass sie diese Aufgabe erstklassig meistert, werden später noch viele Besu-cher positiv vermerken wie beispielsweise Mama Jane: „Toll, wie eine kleine Firma ein solches Fest zu Ehren der Maus mit so viel Herzblut organisiert." Ab 9.30 Uhr füllt sich langsam der Vorplatz, die ersten Kinder stürmen auf die Hüpfburg. Auch die zauberhafte Nixe in ihrem pinken Flossenkostüm und die frechen Seeräuber in ihren gelb karierten Dreiviertelhosen gewinnen schnell eine Fancommunity. Hier zeigt sich die Philosophie von ideapro, eigene Talente zu nutzen, denn in den Kostümen stecken die Kinder der Firmenchefs. Zusammen bringen es beide Familien auf sieben Sprösslinge im „maus-fähigen" Alter, und sie alle sind am Sonntag im Einsatz – Omas und Opas, Freunde, Bekannte und und einige unermüdliche Mitarbeiter von ideapro wie Enrique Diaz, Samuel Torres, Sandra Krautter oder Gerlinde Riedel nicht zu vergessen. Die Kostüme der Lüttes Welt-Figuren hat Angela Henning, eine Mitarbeiterin aus dem Labor, in liebevoller Handarbeit geschneidert.

10 Uhr – die erste Führung beginnt!

„Türen auf für die Maus-Fans!" heißt es dann kurz nach zehn. Im großen Konferenzraum erzählt Florian Zeilfelder alias „Flori", dass sie zuerst Kosmetikprodukten im Auftrag anderer Firmen hergestellt haben – Lohnfertigung nennt man das. Viele dieser Artikel haben bei unabhängigen Prüfinstituten so gute Noten bekommen, dass sie sich entschlossen, eine eigene Kosmetikmarke für Kinder auf den Markt zu bringen. Nur aus natürlichen Inhaltsstoffen sollte sie bestehen, denn, so weiß er aus eigener Erfahrung, „kein Verbraucher ist kritischer als Eltern."

„Was ist denn wichtig, wenn man ein Badeprodukt für Kinder machen will?", fragt er die Gruppe. „Dass es gut riecht" oder „dass die Verpackung bunt ist" sind spontane Meinungen aus dem fünf- bis zwölfjährigen Expertenforum. „Ich würde schütteln, denn wenn es wenig ist und viel kostet, würde ich es nicht kaufen", überlegt ein etwa achtjähriges Mädchen. Alles richtig, meint Zeilfelder, der übrigens Ralph Caspers aus dem Maus-TV-Team zum Verwechseln ähnlich sieht. „Man muss wissen, wie das heißt" fügt ein kleiner Junge hinzu. „Lütte" kommt aus dem Norddeutschen und bedeutet „Kind". „Also ist Lüttes Welt die Welt für Euch Kinder", resümiert Zeilfelder.

Dann beginnt eine kleine Lehrstunde in Chemie, die Markus Baumgärtner alias Markus, den Kindern auf sehr lustige und geschickte Weise vermittelt. Es geht ins kleine Labor. Dort stehen, fast wie in einer Parfümerie, hunderte von Düften, und alle riechen sie ein wenig anders. Chemiker Markus erklärt, warum es so schwierig ist, den richtigen Duft herauszufinden: Der eine mag Zitrone, der zweite Rose, und der dritte Pfefferminze. Hinzu kommt, dass Kindern andere Düfte gefallen als Erwachsenen." Stimmt, denn viele der kleinen Maus-Fans – iiiiiiiiiigitttt!! – rümpfen die Nase, als ein Tiegel mit Orangenduft herumgeht.

Weiter geht es dann zur großen Schlauchbeutelmaschine, die Mama Yvonne an die SAMS-Erfindermaschine erinnert. Sie portioniert Badesalz, füllt es in ein Vlies, transportiert es weiter zum Verpacken in eine Schutzhülle und schließlich in einen Karton. Geburtstagskind Louisa fällt die Ehre zu, den großen Startknopf zu drücken. Ihre Familie hat sie und ihre Schwester Amelie am Morgen ihres achten Geburtstags mit dem Ausflug zum Maus-Fest über-rascht. Neugierig bestaunen die Kinder das laute Ungetüm, über das Enrique Diaz herrscht. Auch seine Familie ist heute vor Ort, um zu sehen, wo der Papa arbeitet.

Auf ins Kinderlabor!

Nun nähert sich die Gruppe dem Höhepunkt der Führung. Das meinen hinter-her jedenfalls gefühlte 98 Prozent aller Gäste: dem Kinderlabor! Es wurde eigens für den Maus-Tag eingerichtet. Noch schnell die Laborregeln erklärt – nichts in Mund, Nase, Ohr oder sonstige Körperöffnungen stecken – und los geht´s! Erst die Farbe auswählen, dann die vorgegebenen Zutaten in genauer Dosierung in die Dose füllen, dann einen der fünf Kinderdüfte mit einer Pipette (Chemiker Markus: „Das ist eine Pinzette für Flüssigkeiten") aufnehmen und mit der Dose Samba tanzen. Alles in ein Vlies füllen, dieses und einen Schutz-beutel verschweißen, verpacken ... und fertig ist das ganz persönliche Bade-schaumkissen!

Pink und blau kommen übrigens am besten an – bei welchem Geschlecht lässt sich nur unschwer erraten ... Am beliebtesten ist der Elfenduft, sowohl bei Mädchen und Jungs. Aber es gibt auch andere Arrangements: Marisa (10) fin-det Duft Nr. 1, die „wilde Zora" wundervoll, weil er sie an Gummibärchen erinnert. Kühn kombiniert sie ihn mit grün, weil „das die Farbe der Natur ist." Noch ein heißer Tipp von Sandra und Gerlinde, die den kleinen Nachwuchs-chemikern assistieren: Bitte alle selbst gemachten Badeschaumkissen inner-halb der nächsten vier bis sechs Wochen verbrauchen!

Szenenwechsel: der Mannheimer Hafen

Im Hof wartet eine Kuchentafel, deren Leckereien von ideapro-Mitarbeitern und der Bäckerei Grimminger gestiftet wurden. Der Erlös wird an die Stern-taler gehen. Lüttes Welt unterstützt das Mannheimer Kinderhospiz bereits seit zwei Jahren. Am Ende des Tages werden zirka 125 Besucherkinder bei Lüttes Welt hinter die Türen geschaut haben. Sie kommen aus Mannheim, der Metropolregion Rhein-Neckar, der Pfalz und sogar Ludwigsburg bei Stuttgart: Als eingeschworener Fan von Badezusätzen hatte sich die achtjährige Nele aus rund 200 Maus-Türöffnerorten in ganz Deutschland ideapro als Wunsch-besuchsort ausgesucht.

Heiß begehrt ist übrigens auch eine Spritztour mit dem Laster der Spedition Graef, die das Maus-Fest damit unterstützt hat. „Cool! So hoch habe ich noch nie gesessen", schwärmt der achtjährige Julius. Schnell bilden sich Warteschlangen vor dem Sattelschlepper, so dass Thomas Hertlein ein beliebter Mann ist. Sein Sohn und seine Frau Andrea begleiten ihn. Sie findet, dass das Lüttes Welt-Team absolut auf die Kinder eingeht. „Es gab da keine Scheu, dass die Kinder etwas runter schmeißen, im Gegenteil die Kleinen waren hautnah dran, und das fand ich klasse".

Was wird in Erinnerung bleiben?

Diese Meinung teilen viele Eltern, die beeindruckt sind, dass man mit einem so kleinen Team so schöne Produkte herstellen kann. „Von außen sieht es unscheinbar aus, aber was die auf die Beine stellen, imponiert uns", sagen Mama Maureen und Mama Martina aus Frankenthal. Jürgen (38) aus Freins-heim meint, es sei beeindruckend, dass ein derart kleines Unternehmen eine solche Innovationskraft habe, um eine Marke alleine auf den Markt zu brin-gen. Mama Nancy fand es erstaunlich, wie viele Handgriffe für ein kleines Tüt-chen Badeschaumkissen nötig sind. Mama Anja fand den Ausflug in den Mannheimer Hafen spannend, gab es doch für ihre Söhne Samuel (5) und Daniel (2) dort neben Lüttes Welt viele aufregende Container und Schiffe zu sehen. Das schönste vom Fest aber ist für die beiden die knallorangene „Mein Maus-Tag"-Tüte mit den Badeüberraschungen. Und vielleicht ist es ja vielen ergangen wie der Familie aus Neustadt: „Kaum daheim, lief auch schon das Wasser in die Badewanne", erzählt Mama Anja. Nun diskutieren die Brüder täglich, was als nächstes in die Wanne kommt: Knisterkristalle, Schaumkissen oder vielleicht doch lieber die magische Badewasserfarbe????